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Salznebeltest / Salzsprühtest

Im Bereich der Umweltsimulation gibt es ein Prüfverfahren bei dem industrielle Werkstoffe auf Korrosionsbeständigkeit gegenüber salzhaltiger Atmosphäre geprüft werden – der Salznebeltest, oder auch Salzsprühnebeltest.

Übliche Normen, nach denen die Salznebelprüfung durchgeführt wird, sind DIN 50021 SS (Standard), DIN 53167, DIN EN 60068-2-52 (zyklischer Salznebel), DIN EN ISO 9227 und DIN EN 60068-2-11.

Während einer festgelegten Prüfdauer wird der Prüfling in eine spezielle Prüfkammer eingelagert, in der er einer salzhaltigen Nebelatmosphäre ausgesetzt wird. Dies simuliert in geraffter Form die Beanspruchung des Prüflings durch Salzlösungen (Straßenverkehr) während seiner Lebensdauer. Übliche Laufzeiten einer Salzsprühnebelprüfung liegen im Bereich von etwa 96 -1000 Stunden. Die Prüfparameter sind wohl definiert. Man verwendet üblicherweise eine Konzentration Natriumchloridlösung von etwa 5% bei einem PH-Wert von 6,5-7,2 und einer Temperatur von 35°C. Um festzustellen, wie anfällig der Werkstoff bzw. die Korrosionsschutzschicht des Werkstoffs gegenüber der Salzlösung ist, wird die Prüfung in Abständen von etwa 24 Stunden unterbrochen und der Prüfling auf Korrosionsstellen hin untersucht.

Anlage für Salznebelprüfung

Die der Prüfung zugrunde gelegte Norm entscheidet schließlich, ob der Werkstoff die erforderlichen Kriterien erfüllen kann. Salznebelprüfungen sind besonders dann sinnvoll, wenn Produkte auf hoher See oder in unmittelbarer Nähe des Meeres eingesetzt werden, da dort die Salzbelastung am größten ist. Auch im Bereich der Automotive findet der Salznebeltest seine Anwendung und gehört mittlerweile zum Standardprüfumfang. Neben der Salzsprühnebelprüfung existieren weitere Prüfmethoden, bei denen die Werkstoffe mit anderen Medien besprüht oder betaut werden.

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